Vulvo-Vaginale atrophie

Mit den Wechseljahren verringert sich die Produktion der Sexualhormone Östrogen, Progesteron und  in kleinen Mengen Testosteron. Insbesondere Östrogene sind für die Feuchtigkeit und die delikate Scheidenflora mitverantwortlich. Testosteron übt seine Wirkung auf das Muskelgewebe der Scheide und des Beckenbodens aus .Der Mangel kann auch durch eine Operation oder nach Chemotherapiezyklen verursacht werden.

Die lokalen Symptome werde als vulvovaginale Atrophie bezeichnet und bestehen aus : Trockenheit, Juckreiz, Entzündung und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Doch auch nicht sexuell aktive Frauen sehen sich mit dem Problem konfrontiert. Tatsächlich verlieren die Vaginalgewebe ihre normale Elastizität und sind trockener. Infolgedessen können kleine Verletzungen und Infektionen leichter auftreten. Letztere betreffen auch eine höhere Häufigkeit von Blasenentzündungen. Mögliche Heilmittel sind systemische Hormonersatztherapie, lokale vaginale Östrogentherapie oder vaginale Gleitmittel eventuell mit Hyaluronsäure. Ein neuer Ansatz besteht in der lokalen Verabreichung von Prasteron. Dies ist das synthetische Äquivalent von Dehydroepiandrosteron (DHEA), biochemisch und biologisch identisch mit menschlichem DHEA. Die Wirksamkeit wurde anhand von zwei in den USA und Kanada durchgeführten Studien an postmenopausalen Frauen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren getestet. Nach 12-wöchiger Behandlung wurden Verbesserungen von mehr als 40% festgestellt. Bemerkenswert sind auch die Ergebnisse in Bezug auf Verlangen, Schmierung, Erregung, Orgasmus, Schmerz und Zufriedenheit.