Habitueller Abort und IVF-Misserfolg

Die ersten drei Schwangerschaftsmonate sind mit einem erhöhten Abortrisiko behaftet. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Häufig sind chromosomale oder genetische Anomalien des Embryos der Grund warum die Entwicklung trotz erfolgreicher Einnistung in der Gebärmutter zu einem abrupten Ende kommt.

Auch können Infektionen des Muttermunds, vor allem mit Chlamidyen, die Fruchtbarkeit reduzieren und Aborte verursachen. Seltener liegt es an uterinen Anomalien oder systemischen Erkrankungen.

Frauen mit wiederholten Aborten leiden häufig an immunologischen oder hämatologischen Erkrankungen. Diese werden auch bei erfolglosen IVF Behandlungen mit guter Emryonenqualität vermutet.

Die Diagnostik besteht in einer sorgfältigen gynäkologischen Untersuchung mit Ultraschall und ausführlichen Labortests.

Erkrankungen dieser Art werden medikamentős mit hochdosierten Vitaminen, Heparin und manchmal Kortison behandelt. Eine weitere therapeutische Option bietet die Gabe von Immunglobulinen, die jedoch sehr umstritten ist. Alle diese Massnahmen zielen darauf ab die Gebärmutter für eine Schwangerschaft empfänglicher zu machen.